Magic Nuss‘ Top Lands

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Dies ist wohl der persönlichste Artikel von und über Magic Nuss, den ihr jemals gelesen habt und lesen werdet. Und zwar nehme ich euch mit auf eine Reise in meine Vergangenheit. Am besten geht das natürlich mit der Hilfe der APAC- und PELP-Lands.

Magicnuss

Einige Rankings legte euch Magic Nuss zu Füssen. Dieser Bericht hier ist aber kein Ranking, sondern eine Reise. Ich nehme euch mit in die Vergangenheit und werde euch anhand mehrerer Reiseberichte meine Lieblingsländer näherbringen. Denn diese Karten haben alle eine Geschichte für mich stehen für bestimmte Abschnitte und Erfahrungen in meinem Leben.

In diesem Bericht lernt ihr Magic Nuss so kennen wie noch nie zuvor. Bei jedem Land werde ich euch einfach berichten was mir gerade einfällt. Das können Reiseerfahrungen oder einfach nur Anekdoten sein. Ich mache das entlang der APAC- und PELP-Lands (APAC = Asia Pacific Land Program, PELP = European Land Program). Ich bin stolzer Besitzer dieser Karten und werde sie niemals hergeben. Sie sind einfach die schönsten Länder schlechthin. Für mich kommen die Guru-Lands nicht annähernd an diese heran. Warum? Weil ich keinerlei Verbindung mit den Guru-Lands habe. Mit diesen hier schon. Viel Spass bei der Lektüre.

Schwarzwald

Die erste Station unserer Reise ist der Schwarzwald. Wie die meisten ja unter euch wissen, ist Magic Nuss im schönen Baselland aufgewachsen. Wer im Geographieunterricht keinen Fensterplatz hatte, die/der weiss, dass gleich ein paar Kilometer über dem Rhein der Schwarzwald anfängt. Ein riesiges Gebiet. Wunderschön zum Spazieren, Wander oder Skifahren.

Für mich hat der Schwarzwald jedoch eine andere Bedeutung. Denn er ist das Motorradparadies schlechthin! Wie in einem endlosen Labyrinth schlängeln sich die Strassen entlang von Seen, Wäldern, Wiesen und Gasthöfen. Magic Nuss ist ein riesiger Motorradfan. Exakt auf den achtzehnten Geburtstag hatte ich mir einen Töff bestellt. Damals noch eine „kleine“ 650er Kawasaki. Zwei Jahre Später eine 750er und seit rund sechs Jahren fahre ich Harley. Die schnellen Zeiten mit den japanischen Rennmaschinen sind definitv vorbei. Wenn es irgendwann nur noch darum geht die Kurven noch enger und noch schneller zu nehmen, dann ist etwas nicht mehr gut und man sollte auf die Rennstrecke. Deswegen entschied ich mich nach fünf Jahren dazu die Rennmaschine zu verkaufen und gemütlich auf meiner Harley mit lautem geboppere herumzucruisen. Das macht mir mittlerweile viel mehr Spass.

Wie dem auch sei. Ihr merkt es, ich schweife ab. Aber ich habe euch vorgewarnt. Mit dem Schwarzwald verbinde ich unzählige Töffausflüge mit Freunden und, am wichtigsten, mit meinem Vater. Ein Jahr nachdem ich mir ein Motorrad zugelegt hatte, ist er auch wieder aufgestiegen. Praktisch jedes Wochenende schwingten wir uns auf die Zweiräder und machten die Strassen unsicher. Heute leider nicht mehr so oft, da die Nuss ja zurzeit in Bern lebt. Aber hie und da schaffen wir es noch gemeinsam auf die Piste zu gehen.

Holland

Holland ist einfach ein fantastisches Land. Ich liebe die Leute dort. Vor allem die Gelassenheit und Feierlaune finde ich grandios. Zudem habe ich auch Familie in Holland und treffe mich ab und an mit meinen drei Cousins.

Ich verbrachte auch ein paar Sommerferien in Holland. Und ich muss zugeben, dass eigentlich jeder Tag wie eine einzige Party war. Hopfen und Malz floss sowieso in Strömen und wir waren spontan für alles zu haben. Wir waren halt auch noch jünger… Ach wie gerne erinnere ich mich an die vielen Parties auf den Dächern über der Stadt.

Warum finde ich die Holländer_innen einfach super? Folgende Situation: Es war die WM 2010. Ich war in Holland auf einem grossen Platz und wie ihr alle wisst ist immer gute Oranje-Laune wenn Fussball läuft. Das Spiel: Holland gegen Spanien. Finale. Spanien gewinnt 1:0. Kurze Stille auf dem Platz. Traurige Gesichter. Nach ca. 10 Sekunden schreit einer: „Hey scheissegal, wir sind Zweiter!“ Und dann ging das Gegröle und Gejaule wieder los und alle waren glücklich. Ich liebe einfach solche Lebensfreude! 🙂

In Holland bin ich übrigens das erste und letzte Mal aus einem Club rausgeflogen :D. Ich war aber nicht Schuld! Wirklich!

Venedig

Wie viele Schweizer Familien fuhren auch wir früher fast jedes Jahr an die Küsten Italiens. Ich liebe Italien einfach über alles. La dolce vita! Gutes Essen, schöne Strände und eine mehr als fröhliche Kultur. Einfach toll dieses Land. Und das gute daran: es liegt gleich südlich der Schweiz.

Als halber Tessiner habe ich schon seit klein auf ein Flair für die italienische Sprache und die Kultur. Ich war schon in zahlreichen italienischen Städten und Stränden. Aber nur zwimal in Venedig. Einmal als ich noch sehr klein war. Da mag ich mich nur noch knapp daran erinnern. Und letztes Jahr, für eine Mini-Hochzeitsreise, bevor es dann auf die Seychellen in die Flitterwochen ging.

Venedig finde ich eine faszinierende Stadt. Geht man mal ein bisschen abseits der Tourist_innenpfade, dann bekommt man den Charme dieser geschichtsträchtigen Stadt zu spüren. Faszinierend finde ich aber vor allem die verwinkelten Gassen, die vielen Brücken und die Architektur der Häuser, bei denen man auch den byzantinischen Einfluss erkennen kann.

Die Stadt ist einfach nur schön. Und ich finde es grossartig, dass man abgesehen von den Gondeln nur zu Fuss durch die engen Gassen schlendern kann. Das gibt einen ganz speziellen, ruhigen Flow. Man kann sich einfach nur treiben lassen…

China

In Europa kam ich schon viel herum. Ich liebte es auch meine Sprachkenntnisse zu testen und zu verfeinern. Ja ich bin eher der Sprachentyp und habe mit Mathematik nichts am Hut. Das merkt ihr wahrscheinlich auch, wenn ihr gegen mich Magic spielt. Dafür spreche ich aber italienisch, spanisch (habe da auch mal einen Bachelor gemacht), französisch (habe die Matura bilingual geschrieben) und englisch. Zeitweise lernte ich auch schwedisch und norwegisch. Aber von den beiden Letzteren habe ich mittlerweile wieder fast alles vergessen. Ich bin einfach kein Fan vom Norden. Mich zieht es in der Regel an die Sonne. Also in den Süden. Pizza, Pasta und Cerveza lautet die Devise.

Ok gut, wir waren doch bei China stehen geblieben. Im Januar 2013 war Magic Nuss dann das erste Mal ausserhalb von Europa anzutreffen. Auf der Masterexkursion im Geographiestudium ging es nach Südchina ins Pearl River Delta. Eine Region etwa so gross wie die Schweiz. Produziert und exportiert aber mehr als ganz USA. Die Region wird auch ‚die Fabrik der Welt‘ genannt. Absolut beeindruckend.

Der Flug von Frankfurt nach Hong Kong war schon noch anstrengend. 12 Stunden war Magic Nuss noch nie am Stück in der Luft. Aber man gewöhnt sich daran. Heute dürfte es gerne länger dauern. Ich liebe lange Flugreisen. In Hong Kong angekommen ging es dann nach China. Dann von China nach Macau (alte portugiesische Kolonie, macht übrigens fast doppelt so viel Umsatz mit Gambeln wie Las Vegas, also wenn ich zocken wollt, dann am besten nach Macau), wieder nach China und zum Schluss nach Hong Kong. Von Hong Kong, als die Exkursion schon fertig war, machten ich und mein damaliger WG-Mitbewohner noch einen kurzen Abstecher nach Shanghai und schliesslich wieder zurück nach Hong Kong, von wo wir dann wieder den Flug nach Frankfurt nahmen.

China war enorm eindrücklich. Und anstrengend. So viele neue Eindrücke auf einmal, das war wirklich ermüdend. Aber spannend! Jeder Baum, jeder Strauch, jedes Haus und was auch immer sah anders aus als bei uns. Das liebte ich. Denn man konnte wirklich in eine fremde Welt und Kultur eintauchen, insofern man intrinsisch neugierig ist und sich darauf einlassen kann. Bis heute habe ich noch Kontakt mit Freunden aus China und schätze deren ehrliche, aufrichtige Haltung sehr. Man hört ja nicht immer nur Gutes über China. Aber ich finde wir können uns dennoch auch eine Scheibe von ihnen abschneiden.

China war schon immer eine Faszination für mich. Woher kommt das? Ja natürlich von der Augsburger Puppenkiste: Jim Knopf!

Quelle: https://www.stars-an-faeden.de/apkchronik/proddet.php?prod_id=393

Nachdem Jim, Lukas und Emma Lummerland verlassen hatten, trafen sie als erstes auf China. Dass dort die Dächer der Häuser so anders waren, fand ich als kleines Kind schon faszinierend. Und das Essen aus den Schüsseln mit den Stäbchen. Einfach toll. Eine Faszination, die bis heute noch anhält.

(Süd-)Korea

Die Exkursion nach China hatte mich dermassen angefixt, dass ich im Jahr daruf (2014) mit einem Freund eine Fernostasien-Tour machte. Wir trafen uns in Seoul (Süd-Korea) und gingen dann über Japan (Tokyo, Kyoto) nach Hong Kong.

Seoul war wirklich sehr spannend. Die Stadt ist natürlich riesig, hat aber viele Freiräume, auch mitten in der Stadt. Ich fand beispielsweise den Fluss zwischen den Hochhäusern fantastisch. Denn früher war dort mal eine Autobahn. Genial wie die Süd-Koreaner_innen sind, rissen sie die Autobahn ab und legten den Weg für einen Fluss frei (mehr zu ‚Cheonggyecheon‘ hier).

Zudem gefiel mir die Alternativ- und Kunstszene in Seoul. Wenn ihr das mal hautnah erleben wollt, dann einfach einen Abstecher nach Hongdae machen. Seoul ist eigentlich ähnlich wie Tokyo, nur ein bisschen offener und weniger geregelt. Jetzt hab ich‘s schon angesprochen. Also gehen wir weiter nach Japan.

Japan

Japan habe ich mittlerweile so richtig ins Herz geschlossen. Das führte auch dazu, dass ich im 2018 gleich nochmals nach Japan reisen musste. Einfach weil es wirklich genial ist. Ich mag die höfliche und zuvorkommende Kultur. Man fühlt sich gleich nach dem Aussteigen aus dem Flieger pudelwohl. Und so soll es doch auch sein.

Dennoch gibt es viel zu entdecken. Ich interessiere mich wirklich sehr für die japanische Kultur und Geschichte. Das ist einfach spannend. Nichtsdestotrotz hat die Moderne in Japan komplett eingeschlagen. Das merkt man, wenn man zwischen den etlichen Wolkenkratzern herumirrt (nicht ganz so extrem wie in China). Mein Highlight war aber natürlich Akihabara in Tokyo – das Nerd- und Gamingviertel schlechthin. Dort gibt es 24/7 Cosplay auf den Strassen und man kann sich 24/7 durchzocken. Wer sich aber ein bisschen auf den Besuch in diesem speziellen Viertel vorbereitet, die/der findet auch ein paar Magic Stores mit etlichen japanischen Foils. Ich war im Himmel!

Natürlich haben wir in Bern die besten LGS. Aber ich muss einfach den Mint-Store in Shibuya hervorheben. Diese Leute haben es echt geschafft eine Bar mit Sammelkartenspiel zu verbinden. Es hat dort keine normalen Restaurant- oder Bartische, sondern Tische mit fixierten Playmats darauf und darüber eine Glasscheibe. So, dass man das Getränk auf der Glasscheibe abstellen und darunter Magic zocken kann. Genial!

Des Weiteren war es natürlich ein grosses Ereignis einmal Hareruya in Tokyo zu besuchen. Das ist einfach ein Muss für alle Magic-Fans. Um 10:00 Uhr morgens hatten die schon vier Turniere parallel am Laufen. Einfach nur top!

Von Tokyo ging es dann nach Kyoto, der alten Hauptstadt und dem kulturellen Zentrum Japans, bis nach Osaka. Wusstet ihr eigentlich, dass Tokyo und Kyoto dieselben Buchstaben haben :-)? Natürlich machten wir in Tokyo das klassische Kulturpflichtprogramm. Das muss sein. Denn das ist wirklich mehr als eindrücklich. Aber zwischen 2014 und 2018 hat sich einiges verändert. Der Tourismus hat sich zwischenzeitlich verdoppelt. Und das merkt man.

Osaka hingenen ist wie der Kontrast zu Tokyo. Nichts ist mehr wirklich so geregelt und die Alternativkultur ziert das Leben in den Strassen. Ich vergleiche Tokyo gerne mit München und Osaka mit Berlin. Das sollte irgendwie hinkommen; glaube ich zumindest. Das Essen in Osaka ist jedoch einfach nur die Wucht!

In Osaka hatte ich ein spezielles Magic-Erlebnis. Der Store-Locator von Wizards ist übrigens sehr nützlich, wenn man in einem fremden Land nach Magic-Stores sucht. Ich stiess auf Black Frog. Im Store-Locator gefunden, also gingen wir dorthin. Man musste bei einem gewöhnlichen Hauseingang rein und in den X-ten Stock dann hochlaufen. Dann standen wir vor einer Türe. Sah ein bisschen suspekt aus. Aber wir klopften und die Türe öffnete sich. Ich traute fast meinen Augen nicht. Auf etwa 20 m2 tummelten sich 20 MTG-Players in einem dunklen Raum (die Fenster mit schwarzen Tüchern abgedunkelt) und spielten einfach hardcore Magic. Zunächst fand ich es speziell. Aber dann irgendwie auch cool. Die Leute waren freundlich, selbstwenn sie kein Englisch sprachen, und verkauften mir ein paar japanische Booster. Spezielle Erfahrung. Hat sich aber gelohnt. Von Osaka ging es dann, im 2014 wie auch im 2018, nach Hong Kong.

Hong Kong

Keine Stadt liebe ich mehr wie Hong Kong. Das ehemalige Wirtschaftsmekka im Osten hat es einfach in sich. Es ist der Schmelztiegel unzähliger Kulturen. Und das macht die Stadt so interessant. Ich liebe das Bimmeln der roten Ampeln, das Knattern der Strassenbahn (übrigens die älteste der Welt, für umgerechnet 80 Rappen kann man so lange und weit fahren wie man möchte), das Schwanken der Star Feary und der Mix unzähliger Gerüche aus den etlichen Restaurants in dieser verrückten Stadt.

Ich verliebte mich sofort in Hong Kong und durfte ihr mittlerweile dreimal (2013, 2014, 2018) einen Besuch abstatten. Und jedesmal entdecke ich wieder etwas Neues. Hat aber natürlich auch immer etwas mit der unterschiedlichen Reisebegleitung zu tun. Mein Lieblingsort, wenn nicht sogar mein Lieblingsort auf der ganzen Welt, ist der Peak Cyrcle Walk auf dem Victoria Peak. Dort kann man sich eine Auszeit nehmen und die Ruhe geniessen. Das braucht man, denn Hong Kong ist laut und kann auch hie und da mal anstrengend sein. Nichtsdestotrotz habe ich mein Herz an diese Stadt verloren und kann es kaum erwarten, ihr wieder so bald wie möglich einen Besuch abzustatten.

Singapur

Im 2016 machte ich meinen ersten und bisher letzten Besuch in Südostasien. Auf der Durchreise nach Bali machten wir für ein paar Nächte einen Zwischenstopp in Singapur. Eine tolle Stadt! Ähnlich wie Hong Kong, aber nicht ganz so toll wie Stadt am südlichen Zipfel Chinas.

Aber auch hier war die Architektur einfach nur gewaltig und machte Eindruck. Genauso wie die Bierpreise. Für ein grosses Bier legt man hier schnell mal umgerechnet 14.- Franken auf den Tisch. Wer aber schlau ist, die/der macht einen Besuch in China Town, dort gibt es dasselbe dann auch für 5.- Franken. Nur so als kleiner Tipp ;-).

Am eindrücklichsten fand ich das Marina Bay Sands sowie die Gardens by the Bay. Insbesondere wenn es dunkel wird, dann sind diese Orte wirklich magisch. Da es kein Land mit einem Bali-Artwork gibt, springe ich nun zu meiner Taiwanreise.

Taiwan

Wir schreiben das Jahr 2015. Ich hatte meinen Master erfolgreich abgeschlossen und vermeldete (wie Lingeri sagen würde): „Ich verpiss mich vo hiä!“ Den Rucksack gepackt, flog ich alleine für zwei Wochen nach Taiwan. Gebucht hatte ich nur die Flüge und das erste Hostel in Taipeh. Den Rest wollte ich dem Zufall überlassen. Ich reise am Schluss fann einmal um die gesamte Insel mit mehreren spontanen Zwischenstopps.

Aber wie kam ich auf die Idee nach Taiwan zu gehen? Ich las mal einen Reisebericht über Taiwan. Darin stand, dass Taiwan ein fantastisches Backpackerland sei, aber die Leute das kaum wissen. Das musste ich also unbedingt für mich entdecken! Die Neugier hatte mich gepackt und ich konnte ein weiteres Land in Fernostasien erleben.

Die Hauptstadt Taipeh ist wirklich eine grossartige Stadt! Und vor allem sehr grün! Da macht es richtig Laune alles zu Fuss zu erforschen. Apropos zu Fuss. Es gab da ein nasses Erlebnis, als ich auf den Elephant Mountain stieg. Natürlich, oben angekommen prasste ein monsunartiger Regen auf die Stadt une mich nieder. Als ich unten wieder ankam, waren die Strassen überflutet und ich komplett durchnässt. Wirklich komplett! Da ich aber alleine unterwegs war, konnte ich machen was ich wollte. Also setzte ich mich in ein Restaurant, genoss ein Bierchen und liess meine Kleider trocknen. Alles in allem also ein gutes Erlebnis. Es kommt immer darauf an wie man es nimmt. Danach ging ich noch in einen Magicstore und kaufte mir ein paar KTK-Fetchies. Denn ein halbes Jahr zuvor hatte ich gerade mit Magic angefangen.

Ich könnte euch noch etliche Zeilen über das Abenteuer Taiwan schreiben. Ja, es war wirklich ein Abenteurer. Aber ich würde es sofort wieder tun. Diese zwei Wochen sind unvergesslich. Ein Abenteuer möchte ich euch aber nicht vorenthalten. Denn es hat auch mit dem Mountain (siehe oben auf dem Land) etwas zu tun. Und zwar handelt es sich bei dieser Landschaft um die Taroko Gorge. Ein Canyon mitten im Gebirge, der als Nummer 1 Hot-Spot in Taiwan gilt. Kleine Notiz am Rande: ähnliche gibt es auch in der Schweiz.

Item. Eines schönen Morgens wollte ich mal von der Küste aus in diese Taroko Gorge gelangen. Schliesslich ging ich auf den Busbahnhof und versuchte irgendwie ein Ticket für den Bus zu ergattern. Obwohl alles nur auf chinesisch angeschrieben war, schaffte ich es dann doch noch mit Händen und Füssen. Der Bus kam schnell und los ging die Fahrt durch die langen Schluchten und engen Kurven. Das war echt interessant. Denn bei jedem Tunnel sah man, dass diese früher von Hand mit einfachen Werkzeugen herausgemeiselt wurden. Die Spuren sah man noch. Da war noch nichts mit Sprengen und schweren Maschinen. Echt eindrücklich.

Nach ein paar Stunden herumirren besuchte ich noch einen Schrein in den Bergen. Dazu nahm ich auch wieder einen Bus. Ich schreiben bewusst „einen Bus“, denn ich hatte keine Ahnung, ob es überhaupt der richtige war. Es fuhren so viele Busse und ich stieg einfach mal in irgendeinen zu. Vielleicht war es ja auch der Bus einer chinesischen Reisegruppe. Keine Ahnung. Aber gerade diese Ungewissheit fand ich sowas von toll und abenteuerlich. Und es befreit. Es befreit von der perfekt getakteten Schweiz. Das tut gut!

Als ich dann den Tempel angeschaut hatte, der etwa auf halber Strecke lag, wollte ich wieder in einen Bus hüpfen und an die Stadt an der Küste zurückfahren. Nur war leider die Strasse zur Haltestelle gesperrt. Eine alte Frau wies mich darauf hin. Die sass wohl den ganzen Tag dort, um herumirrenden Touristen wie mir zu melden, dass der Weg gesperrt sei (man sah die Haltestelle in etwa einem halben Kilometer entfernung). Wahrscheinlich sitzt sie heute noch da.

Somit blieb mir nichts anderes übrig, als den Weg zu Fuss (!) durch einen Autobahntunnel zu nehmen. Das war schon nicht ganz ungefährlich, aber ich habe es überlebt. Endlich bei der Haltestelle angekommen, fing dann aber das Warten an. Ein Bus nach dem anderen fuhr einfach an mir vorbei. Keiner wollte halten. Und es wurde schon langsam dunkel. Alleine in den Taiwanesischen Bergen und ohne Verpflegung, das wäre nicht der Hit gewesen. Aber ich machte mich schon darauf gefasst, dass ich wohl zu Fuss einen Halbtagesmarsch bis in die Stadt machen müsste. Dann plötzlich hielt eine uralte weisse Klapperkiste an. Eine alte Frau stieg aus und kam auf mich zu. Und siehe da, sie konnte sogar fliessend Englisch! Wir unterhielten uns über Gott und die Welt, bis sie mir dann anbot, mich bis zur Küste mitzunehmen. Ich wäre eingestiegen, wenn dann nicht gleich der lang ersehnte Bus um die Ecke bog und mich auflud.

Eine Zeit lang es mir wirklich mulmig bei dieser Warterei. Aber am Schluss ging alles wunderbar. Und das Wichtigste: ich war etliche Erfahrungen reicher. Mittlerweile nehme ich solche Sachen viel gelassener. Und ich habe eine tolle Erinnerung an die taiwanesischen Berge. Insbesondere wenn ich das Artwork dieses APAC-Lands auf der Starthand habe.

Durch all diese Erfahrungen wird man stärker. Die Wanderlust, die ich als Geograph tagtäglich wieder aufs Neue spüre, die hat mich weitergebracht. Und ich spüre das immer wieder, wenn ich diese schönen Länder spielen darf. Die Erinnerungen sind unbezahlbar. So wie auch diese Basic Lands für mich. Da können mir auch Karn und Scapeshift nichts anhaben.

Das war nun eine lange Lektüre. Hoffentlich habt ihr es bis hierher geschafft. Denn Hand aufs Herz, noch nie hatte ich solch eine Freude beim Bloggen. Und jetzt wisst ihr auch, welche Länder für mich die wertvollsten sind. Nicht aufgrund eines finanziellen Preises, sondern wegen den zahlreichen Erlebnissen und Erinnerungen, die ich mit ihren Artworks verbinde. Das ist unbezahlbar. Eure Magic Nuss

Autor

Magic Nuss ist passionierter Modern und Limited Spieler. Mit seinen Beiträgen versorgt er die Schweizer Magic Community mit den aktuellsten Themen und Geschehnissen rund um unser heiss geliebtes Sammelkartenspiel. Wenn Magic Nuss gerade nicht in die Tasten haut, dann trifft man den Jund-Fanatiker auch hie und da in den Berner Ligen oder an internationalen Grand Prix. Magic Nuss legt grossen Wert auf Fairness im Spiel und in der Magic Community.

Autor: Magic Nuss

Magic Nuss ist passionierter Modern und Limited Spieler. Mit seinen Beiträgen versorgt er die Schweizer Magic Community mit den aktuellsten Themen und Geschehnissen rund um unser heiss geliebtes Sammelkartenspiel. Wenn Magic Nuss gerade nicht in die Tasten haut, dann trifft man den Jund-Fanatiker auch hie und da in den Berner Ligen oder an internationalen Grand Prix. Magic Nuss legt grossen Wert auf Fairness im Spiel und in der Magic Community.

2 Gedanken zu „Magic Nuss‘ Top Lands“

  1. Heya coole text. Sehr schöni artworks. Und ja: asie isch definitiv ä geile kontinent, prädestiniert zum (länger) reisä. Chani jedem empfähle (hät süsch ono par tipps vo mire weltreis für reisewiligi :))

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